Goldene Hochzeit von Dietlind und Nicoló Augello

5 days ago | nac news | in the group Westdeutschland

Waltrop/Herne. Im ersten Gottesdienst des neuen Jahres empfingen Apostel i.R. Nicoló Augello und seine Gattin Dietlind den Segen zur Goldenen Hochzeit. Beide hatten sich in Brasilien kennengelernt. Nicoló Augello diente fast 20 Jahre als Apostel in der Neuapostolischen Kirche.

Als außerordentlich und rekordverdächtig beschrieb Bezirksapostel Rainer Storck in der Ansprache zur Segensspendung das Leben des Ehepaars Augello. Beide sind „Auswandererkinder“, auch wenn sie in ihren Heimatländern zur Welt kamen.

In Brasilien kennengelernt

Nicoló Augello wurde am 11. Februar 1940 in Cattolica-Eraclea (Sizilien) geboren. Im Mai 1957 wanderten seine Eltern mit den fünf Kindern nach Salvador (Brasilien) aus. Dort studierte der junge Nicoló Architektur.

Dientlind, 1943 in Bad Schmiedeberg (bei Wittenberg) geboren, wurde neuapostolisch getauft und versiegelt. Ihre Eltern flohen 1945 nach Quelle bei Bielefeld, wo sie von der Gemeinde herzlich aufgenommen wurden. 1954 wanderten sie nach São Paulo (Brasilien) aus, wo Dietlind 1966 ein Medizinstudium begann. Sie arbeitete später als Ärztin. In Salvador lernte sie Nicoló Augello kennen. Die beiden heirateten drei Jahre später, am 25. Dezember 1969.

„Neuapostolisch getauft, evangelisch konfirmiert und katholisch geheiratet“, schmunzelte Bezirksapostel Rainer Storck bei der Ansprache über die abwechslungsreiche Lebensgeschichte von Dietlind Augello. Da die Neuapostolische Kirche damals in Brasilien nicht verbreitet war hatte die Familie improvisiert.

Rückkehr nach Europa

1982 zog das Ehepaar mit ihren inzwischen drei Kindern nach Deutschland, wo sie in Regensburg wieder Anschluss an die örtliche neuapostolische Gemeinde fanden. 1983 wurde Nicoló Augello mit den Kindern von Bezirksapostel Horst Ehlebracht in Bünde (Bezirk Osnabrück) versiegelt. Kurz darauf wechselte die Familie nach Waltrop, wo das Ehepaar auch heute noch wohnt.

Seinen ersten Amtsauftrag als Diakon empfing Nicoló Augello drei Monate nach der Versiegelung. 17 Monate später diente er bereits als Apostel. Stammapostel Urwyler ordinierte ihn am 25. August 1985 in der Rudolf-Oetker-Halle zu Bielefeld. „Rekordverdächtig“, wie Bezirksapostel Storck betonte. Grund dafür war seine Tätigkeit in Brasilien.

250 Reisen und 170 Kirchengebäude

Zunächst arbeitete Nicoló Augello als Architekt für die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen, die den Auftrag erhalten hatte, in Nordbrasilien Gemeinden zu gründen. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere, die anfallenden Angelegenheiten des Grundstücks- und Kirchenbaus in dem südamerikanischen Gebiet zu regeln. Dabei kam dem gebürtigen Italiener zugute, dass er neben der Muttersprache auch portugiesisch sprach und mit den lokalen Gegebenheiten vertraut war.

Als Seelsorger unterstützte er zudem auch die missionarischen Aktivitäten der Neuapostolischen Kirche. In den 20 Jahren als Apostel unternahm er rund 250 Reisen von Deutschland nach Brasilien. In dieser Zeit organisierte und gestaltete er unter anderem den Bau von 170 Kirchengebäuden. Pfingsten 2005 versetzte ihn Stammapostel Richard Fehr in Hamburg in den Ruhestand.

Gläubig, freundlich und liebevoll

„Ich kenne euch als gläubig, freundlich und liebevoll“, so der Bezirksapostel abschließend. Er gab den beiden aus Psalm 90 die Verse 1-2 mit auf den weiteren Weg: „Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

„Gott ist eure Zuflucht – auch in allen Sorgen“, sagte Bezirksapostel Rainer Storck. Der Segen der Goldenen Hochzeit verändere nicht den Alterungsprozess, das Leben gehe weiter. „Für alle künftigen Weichenstellungen sucht bei allen eigenen Überlegungen immer die Zuflucht bei Gott und achtet auf seine Hinweise“, so sein Ratschlag.

Weggefährten zu Gast

Zum Gottesdienst hatten sich neben der Gemeinde Waltrop auch viele Weggefährten des Ehepaars eingefunden, darunter Bezirksapostel i.R. Armin Brinkmann, die Apostel i.R. Günter Wiktor, Klaus Zeidlewicz und Gunter Homburg sowie Bischof i.R. Horst Krebs. Die Familie brachte dem Goldpaar vor der Handlung ein Ständchen mit dem Stücke „Ich bete an die Macht der Liebe“.

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