Eiserne Hochzeit in Zepernick

2 months ago | nac news | in the group Berlin-Brandenburg (Deutsch)

Am Sonntag, 22. September 2019, feierten Bischof i.R. Rüdiger Schönleiter und seine Frau Christel das Fest der Eisernen Hochzeit. Zu diesem 65jährigen Ehejubiläum besuchte Bezirksapostel Wolfgang Nadolny die Gemeinde Zepernick und spendete dem Ehepaar den Segen Gottes.

Es sei schon das dritte Hochzeitsjubiläum, "dass wir zusammen feiern". Man kenne sich bereits mehr als 42 Jahre. Damals habe ihn der Bischof gefragt, ob er bereit sei, ein Amt in der Kirche zu übernehmen. Einige Jahre später sei er dann sein Apostel gewesen, erinnerte sich Bezirksapostel Nadolny. "Es gab nie Probleme, zwischen uns war immer ein schönes und herzliches Verhältnis." Dazu habe beigetragen, dass das Ehepaar Schönleiter trotz aller Höhen und Tiefen des Lebens einen starken Glauben gehabt habe. "Stille sein und wissen: Gott ist Gott" - diese Gewissheit habe der Bezirksapostel bei dem Jubelpaar stets beobachten können. Das Wissen, dass Gott in seiner Allmacht gegenwärtig sei, habe über die Jahre immer wieder Kraft gegeben, auch "bei Veränderungen und Turbulenzen", selbst wenn Krankheit und Leid zu tragen gewesen seien. "Ihr seid uns ein Vorbild."

Stille als Segen erkennen

Als Grundlage für den Gottesdienst hatte Bezirksapostel Nadolny Psalm 46,11 gewählt: "Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will mich erheben unter den Völkern, ich will mich erheben auf Erden." Der Psalm gebe Mut angesichts der Nöte irdischen Daseins. Aber er setze auch einen Schwerpunkt: "Wir jammern nicht, sondern vertrauen Gott", so der Bezirksapostel. Die Umwelt sei mit viel Lärm erfüllt, der menschengemacht sei. Und die Erfahrung zeige, dass Lärm krank mache. Im Gegensatz dazu würden natürliche Geräusche, wie Vogelgesang oder das Rauschen der Blätter eines Baumes, Frieden und Ruhe geben. "Ein wenig stille sein ist ein großer Segen." Dieses Stillesein - auch in unschönen Situationen - gründe sich auf den Glauben an und das Vertrauen in Gott. Der Rat sei nicht als 'Maulkorb' zu verstehen, es handele sich vielmehr "um geistlichen Umweltschutz und praktizierte Nächstenliebe". In schwierigen Situationen innezuhalten und nachzudenken, die Sorgen im Gebet zu Gott zu tragen, bewirke Entspannung. Aus der inneren Ruhe heraus ließen sich so oft besser Auswege erkennen. "Gott wird es am Ende wohlmachen."

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