Hörfunksendung in „Bayern2“

12 days ago | nac news | in the group Süddeutschland

Die Hörfunksendung des Monats September im Programm „Bayern 2“ („Positionen“) des Bayerischen Rundfunks handelte vom Miteinander der christlichen Kirchen und Konfessionen. In dem Zusammenhang gab es eine Vorausschau auf den Weltgebetstag für Frieden, der jedes Jahr am 21. September begangen wird. Am Weltgebetstag sind nach einem Beschluss des Ökumenischen Rats der Kirchen im Jahr 2004 die christlichen Gemeinden und Kirchen dazu aufgerufen, für Frieden in der Welt zu beten. Dieser Tag ist zugleich der von den Vereinten Nationen 2001 proklamierte internationale Tag des Friedens und der Gewaltfreiheit. Inhaltlich abgerundet wurde die Hörfunksendung mit einem Ausblick auf die „Nacht der offenen Kirchen“ am 14. September in Bad Windsheim, an dem sich auch die dortige neuapostolische Gemeinde beteiligt.

Christliches Miteinander

Der Glaube an den dreieinigen Gott sowie das Evangelium Jesu Christi verbinden die Christen miteinander. Die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse – das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum) und das Glaubensbekenntnis von Nizzäa-Konstantinopel – bringen die Grundlagen des christlichen Glaubens zur Sprache, wie sie in der Bibel, insbesondere in Evangelium, bezeugt werden. Die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse fassen das in der Bibel Bezeugte prägnant und verbindlich zusammen; insofern reichen sie über die Konfessionsgrenzen hinaus und stellen ein die Christen verbindendes Glied dar. Die Neuapostolische Kirche bekennt sich zu dem in den beiden altkirchlichen Bekenntnissen formulierten Glauben. Zu den gemeinsamen Grundüberzeugungen von Christen gehört ferner die Überzeugung, dass mit der rite vollzogenen Wassertaufe der Täufling, bildlich gesprochen, in den Leib Christi eingefügt wird (vgl. Römer 12,4.5). Darauf weist Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, im Gespräch mit Redakteuren der Hörfunk-Sendung des Monats September hin und erklärt „Kirche Christi“ als die „Gemeinschaft derer, die rite getauft sind, Jesus Christus als ihren Herrn bekennen und ihm nachfolgen“. Der Bezirksapostel spricht auch von der gemeinsamen Verantwortung aller christlichen Konfessionen, für das Evangelium Jesu Christi einzutreten, und dem Dialog miteinander. Ausgangspunkt für den Dialog mit anderen Christen kann für neuapostolische Christen der Katechismus sein, der eine systematische Darstellung der neuapostolischen Glaubenslehre und gemeinsame Grundüberzeugungen aller Christen enthält sowie die Lehre der Neuapostolischen Kirche in Beziehung zu den Lehren anderer christlicher Kirchen aufzeigt.

ACK-Mitgliedschaften

Viele der süddeutschen Kirchengemeinden pflegen seit Jahren gute Kontakte mit anderen Konfessionen. Im Jahr 2006 hat Memmingen als erste der neuapostolischen Gemeinden in einer lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (kurz: ACK“) den Gaststatus erhalten, zwischenzeitlich sind es über 70. Seit März 2017 ist die neuapostolische Gebietskirche Süddeutschland Gastmitglied, in „beratender Mitwirkung“, in der ACK bAden-Württemberg. Diesen Status hat seit Anfang April 2019 die Neuapostolische Kirche auch in der ACK Deutschland (wir berichteten). Die Leitlinien zur Gestaltung des ökumenischen Miteinanders, die u.a. den kirchlichen Beteiligungsrahmen für verschiedene wechselseitige Beteiligungen aufzeigen, wurden in dem Zusammenhang aktualisiert. Die Kontakte zu anderen Konfessionen sollen weiter gefördert werden.
Nachzuhören ist die Sendung in unserer Mediathek, in der alle bisherigen, von der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland verantworteten Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingestellt sind.

Automatic translation