Gespräche und Begegnungen beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag

5 days ago | nac news | in the group Westdeutschland

Westdeutschland/Dortmund. Mehrere Hundert Besucher zählte der Stand der Neuapostolischen Kirche beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Dort war sie mit ihrer Arbeitsgruppe „Kontakte zu Konfessionen und Religionen“ (AG KKR) vom Donnerstag, 20. bis Samstag, 22. Juni 2019 vertreten.

Wie schon auf den Evangelischen Kirchentagen in Hamburg (2013), Stuttgart (2015) und Berlin (2017) war auch beim 37. DEKT 2019 in Dortmund der Stand der Neuapostolischen Kirche ein Teil im „Markt der Möglichkeiten“ – in diesem Jahr erstmals als Gastmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland.

Der Markt bietet traditionell eine Vielzahl von Angeboten, die in Dortmund nach verschiedenen Themenbereichen angeordnet waren. So gab es beispielsweise die Bereiche „Theologie und Spiritualität“, „Kirche und Gemeinde“ oder auch „Globale Herausforderung“.

Hohe Besucherfrequenz

Die Neuapostolische Kirche hatte ihren Stand im Bereich „Theologie und Spiritualität“, wo sie ihre Angebote im Teilbereich „Gelebte Ökumene“ präsentierte. Apostel Volker Kühnle, Vorsitzender der AG KKR, mit Hirte Walter Hessler, Bischof Peter Johanning sowie Apostel i. R. Rolf Wosnitzka und weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe zeigten sich sehr zufrieden mit Anzahl und Resonanz der Besucher.

So gab es eine Fülle von Gratulationen von Seiten evangelischer Pfarrer zur Gastmitgliedschaft der Neuapostolischen Kirche in der ACK Deutschland, die seit April dieses Jahres besteht. Das aus Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche in Dortmund zusammengestellte Team der Standbetreuung berichtete von vielen Gesprächen mit interessierten Besuchern. Religionslehrerinnen und -lehrer deckten sich mit aktuellem Informationsmaterial ein, um in ihren Unterrichten fundierte Inhalte vermitteln zu können.

Von großem Interesse waren die fünf Round-Table-Gespräche, die an dem Stand der AG KKR über die drei Tage verteilt stattfanden (Bericht folgt).

Kirche als Raum des Vertrauens

Beachtenswert war auch die Veranstaltung der Neuapostolischen Kirche im MarktWorkshop. Apostel Volker Kühnle diskutierte mit seinen Gesprächspartnern die Frage „Kirche- Raum des Vertrauens?“: „Über zerstörtes Vertrauen in die Institution Kirche und ihre Geistlichen ist seit längerer Zeit viel und oft sehr drastisch die Rede“, so begann Volker Kühnle den Workshop. Er lud seine Gesprächspartner ein, dennoch einen positiven Blick auf Kirche als Raum des Vertrauens zu wagen. Gemeinsam gingen sie auf die Suche nach Möglichkeiten, was Kirche tun müsse, um trotzdem Hoffnung und Zuversicht zu vermitteln, um ein Raum des Vertrauens zu bleiben oder wieder zu werden.

Zum Thema „Sterben und Tod – was jetzt? hatte die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungen (EZW) eingeladen. Über Tod und Jenseits gab es Informationen aus evangelischer, mormonischer und buddhistischer Perspektive. Apostel Kühnle stellte die neuapostolische Sichtweise anhand der Aussagen des Neuapostolischen Katechismus vor und erhielt für seine Ausführungen hohe Wertschätzung.

Was uns verbindet ist stärker

Im Rahmen des WeltGartens war die Neuapostolische Kirche in Witten als Mitglied der örtlichen ACK auf dem Dortmunder Kirchentag vertreten. Die sechs Vertreter der Wittener ACK brachten auf humorvolle Weise unterschiedliche Sichtweisen und Verständnisse rund um Kirche und Glauben zum Ausdruck.

Eine Schauspielerin aus Witten hatte extra für diesen Anlass ein pfiffiges Theaterstück geschrieben. „Was uns verbindet ist stärker …“ lautete der Titel. Durch ein Kreuz, das im Verlauf des Theaterstücks aus einzelnen Würfeln mit den Logos der sechs verschiedenen Gemeinden zusammengesetzt wurde, veranschaulichten sie ihr gemeinsames, verbindendes Fundament: Jesus Christus. Evangelist Udo Bilgard, Gemeindevorsteher in Witten und Gründungsmitglied der ACK Witten, übernahm den Part der Neuapostolischen Kirche.

Infomobil in der Innenstadt

Bereits beim Auftakt des Kirchentags, dem „Abend der Begegnung“ am Mittwoch, war die Neuapostolische Kirche präsent. Das Infomobil stand mitten in der Innenstadt an der Reinoldikirche. Für Besucher gab es Kaffee, Popcorn und Gespräche. Auf kleinen Karten konnten die Gäste des Kirchentags die Frage beantworten „Was bedeutet Vertrauen für dich?“.

Auch die neuapostolischen Gemeinden aus Dortmund beteiligten sich mit Angeboten am Evangelischen Kirchentag. So fanden in Aplerbeck-Mitte, Eving und Marten morgens und abends Tagzeitengebete statt – gestaltet von Gemeindemitgliedern. Die Tagzeitengebete bestehen aus gemeinsam gesungenen Liedern, Bibellesungen, kurzen Impulsen zum Nachdenken sowie dem Vaterunser.

Donnerstagabend feierte Apostel Volker Kühnle einen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche Dortmund-Eving, zu dem sich auch zahlreiche Kirchentagsbesucher einfanden. Er predigte mit dem Bibelwort aus 2. Könige 19, das Grundlage für das Motto des Evangelischen Kirchentags war: „Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast“ Der Apostel ermunterte die Gläubigen, noch stärker auf Gott und seine Zusagen zu vertrauen.

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