Kampagnen-Model Februar: "Reichtum teilen bedeutet, über den Glauben zu sprechen"

3 months ago | nac news | in the group Nord/Ost-Deutschland

Seit einigen Jahren hat die Schaukasten-Plakatserie das gleiche Grundkonzept: Neuapostolische Christen äußern sich zu ihrem Glauben und bekennen sich zu Gott. Michael Sig ist eines der 32 Schaukastenmodels, die sich im letzten Jahr haben ablichten lassen und berichtet, wie er persönlich das Jahresmotto „Reich in Christus“ im Alltag umsetzt.

Michael Sig (47) ist aktuell vor den meisten neuapostolischen Kirchen in Europa im sogenannten Schaukasten zu sehen. Angelehnt an das Jahresmotto, steht unter seinem Foto die Aussage: „Ich bin reich an Gebetserhörungen. Zu erleben, dass Gott zuhört und hilft, ist das Wertvollste.“

„Ich stehe zu meinem Glauben“

Über einen Aushang am sogenannten „schwarzen Brett“ seiner Gemeinde Butzbach im Kirchenbezirk Gießen (Gebietskirche Westdeutschland), wurde er auf die Ausschreibung der Schaukastenkampagne aufmerksam und entschloss sich spontan für eine Bewerbung als „Model“.

„Ich habe es als gute Möglichkeit gesehen, den eigenen Glauben offen zu bekennen, andere mit der Botschaft zu berühren und vielleicht auch auf unsere Kirche neugierig zu machen“, sagt er in der Rückschau. Natürlich habe er zu diesem Zeitpunkt weder mit einer Einladung gerechnet, nochan die Möglichkeit gedacht, für den Monat Februar ausgewählt zu werden. „Aber wer A sagt, muss auch B sagen. Ich stehe zu meinem Glauben und bemühe mich, im Rahmen meiner Möglichkeiten im Alltag nach dem Wesen Jesu Christi zu tun und zu handeln.“

„Ich bin reich an Gebetserhörungen“

Reichtum findet Michael Sig in den Gebetserhörungen. „Ich habe Gott sehr häufig erlebt“, erzählt er voller Überzeugung. So berichtet er von einem prägenden Erlebnis im Straßenverkehr, welches er bis heute nicht vergessen habe. „Die Situationen anderen zu erklären ist schwierig. In diesen Momenten weiß und spürt man einfach, dass Gott einen begleitet hat.“ Es gebe gewisse Dinge, die man als Mensch mit dem logischen Verstand nicht verstehen müsse.

Ebenso kenne er aber auch Situationen, wo gewisse Dinge im Leben nicht funktionieren: „Da bin ich dann froh und dankbar, dass ich die Kraft hatte, Gott zu vertrauen und mich davon nicht habe entmutigen lassen. Oft habe ich auch in diesen Momenten Gott, zum Beispiel in einer Predigt erleben können.“ Auch darin erkenne Michael Sig den Reichtum in Christus.

Ein Gespür für die Bedürfnisse des Nächsten haben

In der Botschaft zum Jahresmotto appellierte Stammapostel Schneider an die Gläubigen, den geistlichen Reichtum mit dem Nächsten zu teilen. Ganz praktisch bedeute dies für Michael Sig, sich über den Glauben zu unterhalten: „Ich versuche dem Menschen Sicherheit und Stabilität in ihrem Glauben zu geben, ihnen zu zeigen, worum es wirklich geht, was der wahre Reichtum ist sowie meine Freude, Kraft und Energie weiterzugeben.“

Den geistlichen Reichtum zu teilen, sei oft eine Herausforderung: „Ob der Gegenüber die Hilfe annimmt, hängt von vielen Faktoren ab, von der Persönlichkeit, von der aktuellen Lebenssituation oder vom Gemütszustand. Ob sich ein Mensch im Gespräch öffnen kann, hängt von dem eigenen Gespür für die Situation des anderen ab.“

Aber genau darin sehe er auch eine seiner Aufgaben in der Funktion als sogenannter Gemeindehelfer. Die Arbeit als Gemeindehelfer umfasst weitestgehend die organisatorischen und seelsorgerischen Aufgaben eines Diakons. Sie reicht von der Vorbereitung der Räumlichkeiten für den Gottesdienst, den Besuch der Versammlungen für Amtsträger bis hin zur Betreuung der Gemeindemitglieder. „Für mich ist das eine gute Möglichkeit, meinen Glauben zu leben und mich in die Gemeinde einzubringen.“

Bekennen im Alltag

Beruflich ist Michael Sig seit fast 30 Jahren als Angestellter im öffentlichen Dienst der Frankfurter Stadtverwaltung tätig. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Personalverwaltung im Wohnungsamt. 

Auch im Alltag und Beruf versucht Michael Sig Gelegenheiten zu nutzen, mit anderen über den Glauben ins Gespräch zu kommen – so auch im Zusammenhang mit der Schaukastenkampagne. „Nicht immer stößt man dabei auf die gewünschte Resonanz. Aber ich gebe nie die Hoffnung auf, dass diese Gespräche im Nachgang beim Gegenüber etwas auslösen.“

Schaukasten-Kampagne

Ein Foto-Team aus Nord- und Ostdeutschland fotografierte im letzten Jahr erstmals neuapostolische Christen aus Westdeutschland (Link zum Bericht). Auftraggeber der Schaukasten-Plakatkampagne ist die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit Europa der Neuapostolischen Kirche International. Sie wählten aus allen Motiven zwölf Personen für die Kampagne 2019 aus.

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