Gottes Wort den Boden bereiten

vor 3 Monaten | nacworld Team | in der Gruppe nacworld

Mehr mitnehmen aus dem Gottesdienst – das lehrt ein biblischer Gottesdienst im Kleinstformat: die Begegnung der Emmaus-Jünger mit dem auferstandenen Jesus. Was dieses Vorbild den Gläubigen noch heute geben kann: ein Gottesdienst über den Gottesdienst.

„Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.“ – Dieses Bibelwort aus Lukas 24,27 stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes am 22. April 2018 in Trebaseleghe (Italien).

„Es handelt von der Begegnung der Emmaus-Jünger und dem Auferstandenen“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider: Jesus war gestorben. Doch die Jünger hatten ihren Glauben nicht verloren. Dennoch waren sie traurig und enttäuscht. „Sie fühlten sich alleine und verlassen.“

„Der Auferstandene begegnete ihnen und tröstete sie.“ Er erinnerte sie an das, was im Alten Testament geschrieben ist. Er wies sie auf den ganzen Erlösungsplan Gottes hin – von Mose bis zu den Propheten – und erklärte, dass alles bereits vorausgesagt war. „Später, als der Herr das Mahl mit ihnen teilte, öffnete Gott ihnen die Augen und sie erkannten Jesus.“

Auf den Spuren der Emmaus-Jünger

„Die Gedanken und Gefühle der Jünger können wir nachempfinden“, sagte der Stammapostel. „Oft sind wir entmutigt und traurig, weil wir feststellen: Das Böse hat immer noch eine große Macht. Wir sind enttäuscht, weil sich unsere Wünsche und Erwartungen nicht erfüllt haben. Manchmal fühlt man sich alleine und verlassen.“

„Der Herr begegnet uns im Gottesdienst und will uns trösten. Wir sehen ihn nicht als Person, sondern erkennen ihn durch die gepredigten Worte eines Menschen.“ Das gelinge besser, wenn eine bestimmte Voraussetzung erfüllt sei, erinnerte er an die Emmaus-Jünger: Sie verfügten über große Kenntnisse der Heiligen Schrift und auf diesem Wissen baute Jesus auf.

Den Gottesdienst vor- und nachbereiten

„Wir müssen die Bibel kennen. Es ist nötig, dass wir regelmäßig in der Bibel lesen“, betonte der Kirchenleiter. „Es ist wichtig und nützlich, die Predigt vor- und nachzubereiten, indem wir in der Bibel lesen; das ist unsere Aufgabe.“ Denn die Kenntnis der Bibel

  • … schenkt Sicherheit und Trost,
  • … vertieft die Predigt und steigert deren Wirksamkeit,
  • … lässt Auffassungen erkennen, die mit dem Evangelium unvereinbar sind.

„Wenn du von jemandem enttäuscht wirst, dann nimm dir fünf Minuten Zeit und lies nach, wie Jesus enttäuscht wurde und wie er darauf reagierte. Als er ungerecht behandelt, sein Gebet nicht erhört und sein Wunsch nicht erfüllt wurde; seine Reaktionen darauf können wir ebenfalls nachlesen. Lies einmal ein paar Sätze, wie er mit den Sündern umgegangen ist. So wollen wir werden, so wollen wir handeln; wie Jesus Christus.“

Wie die Wortverkündigung wirkt

Die Begegnung der Emmaus-Jünger mit dem Auferstandenen zeigt auch, was in der Wortverkündigung selbst passiert. Der Heilige Geist …

  • … offenbart den Heilsplan Gottes: „Das größte Wunder bleibt die Gnade und Erwählung. Mit seiner Liebe will er dich in die Gemeinschaft zu sich führen.“
  • … beweist, dass Gott alles in der Hand hat: „Was heute geschieht, ist vorausgesehen und … vorausgesagt. Keine Angst, Gott bewahrt uns.“
  • … erinnert an die göttlichen Verheißungen: „Gott wacht über die kleine Herde, der er sein Reich geben will. Der Herr Jesus hat versprochen, dass er in den Schwachen mächtig sein wird.“
  • … zeigt auf, was Jesus von den Gläubigen erwartet: „Die Einheit war seine innigste Bitte. Wenn man das versteht, überwindet man alle Schwierigkeiten, die in einer Gemeinde auftreten.“

Der Höhepunkt als Wendepunkt

Auch der Höhepunkt des Gottesdienstes findet sich bei den Emmaus-Jüngern: „Das ist das Erleben im Heiligen Abendmahl“, machte der Stammapostel deutlich. „Das ist nicht nur eine Zeremonie. Denn in diesem Moment erleben wir die Gegenwart des Sohnes Gottes. Er ist hier, mit dir und bei dir.“

„Wir wollen uns bemühen, die Bibel noch besser zu kennen, damit der Heilige Geist seine Predigt auf unserem Wissen aufbauen kann, uns durch das Wort stärken und trösten kann“, so der abschließende Appell. „Möge ein jeder die Gegenwart Jesu Christi im Heiligen Abendmahl erleben. Dann machen wir es wie die Emmaus-Jünger; sie kehrten sofort um und bezeugten: ,Jesus lebt, wir haben ihn getroffen.‘“

Autor: Andreas Rother

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