Jenseits der Schlagzeilen: Als Helfer im Einsatz

vor 7 Monaten | nacworld Team | in der Gruppe nacworld

Nothilfe und Wiederaufbau: Das waren die Einsatzschwerpunkte von „NAC SEA Relief Fund“ im Jahr 2016. Den Einsatzort steuern aber nicht die Schlagzeilen der Medien, sondern die Hilferufe der Betroffenen.

Rund 60 Prozent ihrer Ausgaben hat die Initiative der Neuapostolischen Kirche Südostasien (NACSEA) in die Katastrophenhilfe gesteckt. Das geht aus dem jüngsten Tätigkeitsbericht hervor. Das Geld ging zum kleineren Teil in die Sofortmaßnahmen und zum größeren Teil in den Wiederaufbau.

„Taifune, Brände und andere Katastrophen durchziehen die Philippinen kontinuierlich“, schreibt Bezirksapostel Urs Hebeisen als Präsident der Hilfsorganisation in seinem Vorwort. „NACSEA startet seine Hilfsaktionen aber nicht aufgrund von Sensationsmeldungen, sondern antwortet auf die Rufe der Notleidenden.“

Kirchengebäude als Notunterkunft

Um die Opfer von Bränden kümmert sich die Hilfseinrichtung in Magugpo North Tagum, wo obdachlos gewordene Familien mit Nahrungsmitteln, Decken und Bargeld versorgt wurden. Und um die Folgen eines Feuers ging es auch San Luiz Ruiz, wo die neuapostolische Gemeinde über die Sachhilfe hinaus ihr Kirchengebäude als Notunterkunft bereitstellte.

Die Folgen einer Dürre bekämpfte eine Hilfsaktion auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen. Dort war der Ausnahmezustand verhängt worden, nachdem das Wetterphänomen „El Niño“ massiven Wassermangel über die Landwirtschaft gebracht hatte. Mehr als 370 Familien erhielten Nahrungsmittel zur Linderung der akuten Not. Und fast 90 Familien bekamen Saatgut als Hilfe zur Selbsthilfe für die Zukunft.

Wenn das Leben in Trümmern liegt

„Es gibt Katastrophen, die machen weltweit Schlagzeilen. Und viele Menschen nehmen daran Anteil“, heißt es in dem Jahresbericht mit Blick auf die Wirbelstürme. „Und dann schlagen wiederum Naturkatastrophen zu, und kaum jemand nimmt es wahr.“

Das habe häufig mit der Zahl der Todesopfer zu tun. Diese falle auf den Philippinen immer niedriger aus, weil sich die Menschen immer besser gegen die Taifune rüsten können. Dennoch dürfe man die Härte für die Betroffenen nicht unterschätzen deren Zuhause, oft auch Lebensgrundlage zerstört worden sei.

Mehr als 200 Familien hat NACSeaRelief in solchen Situationen im Jahr 2016 unterstützt: nach dem Taifun „Melor“ (vor Ort „Nona“ genannt) in der Region Oriental Mindoro und nach dem Wirbelsturm „Haima“ (lokal „Lawin“) in Northern Luzon. Neben Soforthilfe in Form von Nahrungsmitteln erhielten Betroffene auch Material für den Wiederaufbau.

Eine Familie von Hilfseinrichtungen

Bildung und Hilfe zur Selbsthilfe, das sind zwei weitere Schwerpunkte in der Arbeit der Hilfsorganisation. Der Jahresbericht nennt mit der Fertigstellung einer Schule auf Negros mit sechs Klassenzimmern zum einen Gemeinschaftsprojekte. Doch es gibt auch individuelle Förderung für mehr als zwei Dutzend Studenten, von denen einer im Berichstjahr seinen Abschluss erzielte.

Auf die eigenen Beine kommen: Das ist auch das Ziel von Maßnahmen wie die Bereitstellung von Fischerbooten für Familien in der Region Surigao, die Unterstützung für eine Krabbenzucht auf Mindanao und erste Anfänge zu Produktion und Vermarktung von Stoffbeuteln.

Rund 43 Prozent ihrer Ausgaben bestreitet die Hilfsorganisation mit Hilfe von privaten Spenden. Die größere Hälfte kommt allerdings von Einrichtungen aus der Schweiz: NAK-Diakonia und vor allem NAK-Humanitas. Diese Unterstützung wechselt je nach Projektlage. 2015 zählten zum Beispiel NAK-karitativ und das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland – heute „humaNAKitv“ – zu den Geldgebern. Und so macht der Jahresbericht zum Abschluss deutlich: „NACSEARelief gehört der Familie von Hilfswerken an, die mit der Neuapostolischen Kirche verbunden und in Ländern auf der ganzen Welt aktiv sind.“

Autor: Andreas Rother

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