Bunt wie das Leben – das Motto vor Augen

vor 4 Monaten | nacworld Team | in der Gruppe nacworld

Ein Glaube, eine Lehre und doch ein bunter Strauß an Kulturen: „Treue zu Christus“ heißt die Jahreslosung 2018 der Neuapostolischen Kirche. In Szene gesetzt haben es Gestalter aus aller Welt auf ihre eigene Weise – eine Rundschau.

Zum Jahresbeginn geht es rund in der Gebietskirche Südostasien: Beim ersten Gottesdienst hören die Glaubensgeschwister nicht nur die neue Losung, die der Stammapostel an die Gemeinden weltweit ausgibt. Und manche Gemeinden sehen im Anschluss daran nicht nur seine Neujahrsansprache. Sie können sich das Motto als täglichen Begleiter sogar an die Brust heften – in Form eines Ansteck-Buttons.

Bestätigung und Bekräftigung

Eine kräftige Pinselschrift in Dunkelblau auf hellblauem Hintergrund mit zwei orangefarbenen Akzenten: Das „t“ in „faithful“ hat die Form eines Kreuzes und steht für Christus. Das „u“ entspricht einem Häkchen und steht für ein Abhaken als Bestätigung und Bekräftigung. Und die Umrandung mit einem Kreis symbolisiert die unauflösliche Bindung an Jesus Christus, wie Priester Keefe Setiobudi erläutert.

In den Fußstapfen Jesu

Mit der Silhouette eines Menschen, der Fußstapfen folgt, visualisiert die Gebietskirche Südamerika den Begriff der Treue. Schließlich gehe es darum, dem Weg zu folgen, den Jesus Christus aufgezeigt habe, sagt nac.today-Korrespondentin Viviana Aloy und nennt die Beispiele: in der Liebe beständig zu sein, mit Freude zu dienen und Versprechen zu halten.

Unverbrüchliche Verbundenheit

Um Beständigkeit geht es auch in der Gebietskirche Brasilien/Bolivien. Ein weißes Kreuz vor dunkelblau schraffiertem Hintergrund steht für Jesus Christus. Und beides ist eingefasst in einem gelbgoldenen Diamantring – als Symbol für die unverbrüchliche Verbundenheit. So erklärt es nac.today-Korrespondentin Karin Zwar.

Ein Partner fürs Kirchenemblem

Eine grafische reduzierte Gestaltung nutzt die Gebietskirche Kanada: ein leichter Schriftzug in dezentem Blau zurückhaltend umrahmt. Dieses Design hat seinen guten Grund, wie nac.today-Korrespondentin Christy Eckhardt erläutert. Denn auf diese Weise tritt das Jahreslogo nicht in Konkurrenz zum Kirchenemblem. Stattdessen ergänzen sich die beiden Signets und geben so gemeinsam ein gutes Bild ab in Briefköpfe und E-Mail-Signaturen, aber auch auf Flyern und Plakaten.

Bündnis im Zeichen des Kreuzes

Die Gemeinschaft der Gläubigen rückt die in Blau und Orange gehaltene Version aus der Gebietskirche Afrika-Süd in den Mittelpunkt – in Form einer abstrahierten Familie. Darüber spannt sich eine Art Regenbogen – das alttestamentliche Zeichen für Bündnistreue – gekrönt von dem Kreuz als Symbol für den neuen Bund mit Christus.

Vielfalt – Tradition und Programm

Die Internationalität des Glaubens tritt in dem Banner aus der Gebietskirche Westdeutschland in den Vordergrund. In verschiedenen Schriftgrößen und Blauschattierungen wiederholt sich die Jahreslosung in neun verschiedenen Sprachen. Mit jährlich wechselnden Farben arbeitet die Neuapostolische Kirche Indien. Ihre Gestaltung betont die Jahreszahl – nicht zuletzt, weil das Logo vorneweg in einem Kalender eingesetzt wird.

Die bunte Vielfalt aus aller Welt ist schon längst zur Tradition geworden. Seit der ersten Jahreslosung von Stammapostel Jean-Luc Schneider im Jahr 2014 („Mit Liebe ans Werk“) zeigen die Gebietskirchen einen ganzen Strauß an Ideen: im Internet oder auf Briefpapier, in Zeitschriften oder als Kalender. So viel Kreativität steckt an: In den sozialen Netzwerken kursieren auch viele Entwürfe aus den Gemeinden, nichts Offizielles, selten von Profis, aber mit viel Herz für die Sache.

„Wir sind eine internationale Kirche und leben in vielen unterschiedlichen Kulturräumen“, begrüßt Kirchensprecher Peter Johanning die Tatsache, wenn die weltweit einheitliche Botschaft regional angepasst vermittelt wird. Mit einer Ausnahme: Das offizielle Kirchenemblem darf nicht verändert werden. „Das ist unser offizielles international geltendes Erkennungszeichen, das muss erkennbar bleiben“. Ansonsten gilt: „Wir dürfen gerne zeigen, dass wir eine lebendige, bunte Gemeinschaft sind.“

Autor: Andreas Rother

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